Ein Bildungszentrum für 0-10jährige um geplante 2,6 Millionen Euro!

von | 18.03.2019 | Liste NÖ Ladendorf

Bildquelle: Are Bau

In der Gemeinderatssitzung vom 7.März 2019 beschlossen ÖVP, SPÖ, MUT und Grüne den Bau eines neuen Kindergartens. Dieses Projekt wurde im geheimen von der ÖVP 2018 begonnen und der Gemeinderat wurde im Jänner 2019 mit den Plänen der ÖVP konfrontiert.

Brisant – dem Gemeinderat wurde weder eine Projekt- noch eine Kostenplanung vorgelegt. Alternativen wurden angesprochen, jedoch rasch als unerwünscht verdrängt. Die ständig hochgepriesenen Förderungen sind noch nicht fix und eine Annahme von Bürgermeister Ludwig. Die genannten Parteien und Bürgerliste stimmten dennoch zu.

 

Ladendorf eine 2298 Seelengemeinde im Bezirk Mistelbach. In der Gemeinderatssitzung vom 7.März 2019 wurde der kostenintensive Bau eines neuen Kindergartens mit zwei Stimmenthaltungen (Liste NÖ/Ladendorf) beschlossen. Im Hinblick auf die kommenden Gemeinderatswahlen ist für die Bürgermeisterpartei ÖVP eines wichtig: ein Denkmal setzen, die Zeit drängt. Dass die Bürgerliste MUT diese finanzielle Belastung mitträgt, war überraschend. Spricht sie doch von sich selbst, als sparsam, kostentransparent und agierend im Sinne der Bevölkerung. Mit der Unterstützung der Bürgerliste wurde die ÖVP bestärkt, dass ein Bildungszentrum von 0-10jährige eine besondere Wichtigkeit in Ladendorf hat und die Bürgerliste MUT ihre Standpunkte (keine Überschuldung in der Gemeinde) über Bord geworfen hat.

Der neue Kindergarten soll in Zukunft fünf Gruppen beherbergen und  weiteren Ausbau und Sanierung (nicht inkludiert in den bis jetzt genannten Kosten) des bestehenden Kindergartengebäudes. Geplant sind eine Krabbelstube und Räume für die Volksschule. Somit ist die Kontrolle der Kinder garantiert.

Die Kostenkontrolle aber nicht. Dem Gemeinderat wurde ein Modell mit einen circa Kostenbetrag genannt. 2,6 Millionen soll der Kindergartenneubau kosten. Abzüglich den bis dato unbekannten Förderbeitrags des Landes Niederösterreich und den Einnahmen aus den Windrädern in der Höhe von € 700.000,-. Die Erfahrung aus den letzten Jahren hat gezeigt, dass sich die Projekte unter der Führung der ÖVP massiv verteuerten. Letztes Beispiel das Dorfzentrum in Garmanns.

 

Ein Tiefpunkt unserer Gesellschaft ist der Gedanke an eine Krabbelstube. Wie kann eine Gesellschaft derartige politische und im Sinne der Wirtschaft Entwicklungen unterstützen? Kleinstkinder, die in ihren Eltern ihre ersten Bezugspersonen sehen, werden einem massiven Stress ausgesetzt und die Politik schafft dafür die Rahmenbedingungen. Ganz im Sinne der ÖVP.

Durch dieses finanzielle Megaprojekt wird auch die Gemeindeverschuldung steigen und andere wichtige Projekte in der Gemeinde nicht mehr zulassen.

Die Liste NÖ/Ladendorf fordert daher, eine verbindliche Volksbefragung für Projekte mit einem Finanzierungsvolumen von über € 1.000.000,-. Die Bürger sollen über die Zukunft ihrer Gemeinde abstimmen können und die Möglichkeit soll genommen werden, dass an der Macht und Quelle sitzendende Parteien, das Geld der Bürger für ihre eigenen Interessen verwenden können.

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